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  • MODUL 2: Darstellung unterschiedlicher Blickwinkel und Einbindung von Interessengruppen
  • Lektion 1
  • Lektion 2

Lektion 2

 

Stakeholderanalyse und Kommunikation
Um die gesellschaftliche Diskussion über die Koexistenz mit großen Beutegreifern im modernen Europa zu verstehen, lohnt es sich verschiedene Blickwinkel einzunehmen. Ziel der Stakeholderanalyse ist es, zu erkennen, welche Personengruppen direkt oder indirekt von einer Koexistenz mit Beutegreifern betroffen sind. Es ist nicht das Ziel der Analyse, alle Stakeholder zufrieden zu stellen, sondern sich unterschiedlichen Sichtweisen bewusst zu werden, gemeinsame Lösungsansätze vorzuschlagen und Kompromisse zu finden, die Verbesserung schaffen.


Dialoge zwischen Interessengruppen sollten wertschätzend und konstruktiv geführt werden. Zuhören ist ein erster Schritt um Bedenken und Bedürfnisse des Anderen zu verstehen. Aber nicht allen Aussagen muss zugestimmt werden. Bedeutsam sind wissenschaftliche, unabhängige Studien, die ein klares Bild der Tatsachen zeichnen. Die fachgerechte Darstellung aller vorliegenden Informationen und die Betonung rechtlicher Vorgaben sind entscheidend, um das Vertrauen der unterschiedlichen Interessengruppen zu gewinnen.

Wichtig ist, dass Informationen gezielt und adressatengerecht an bestimmte Interessengruppen vermittelt werden – idealerweise werden Informationen aus der Interessengruppe selbst weitergegeben. Hier können sog „Innovators“ und „Early Adopters“ eine bedeutende Rolle spielen. Diese nehmen Innovationen z.B. neue Schutzmaßnahmen besonders schnell an, verzeihen anfängliche Schwierigkeiten und sind offen für Veränderungen. Sie haben großes Potential ihre eigene soziale Gruppe entscheidend zu überzeugen.

Aufgabe

Findet heraus, was die Ursache für die gesellschaftliche Kontroverse zum Umgang mit großen Beutegreifern wie Wolf, Bär und Luchs z.B. bezüglich Schutzmaßnahmen oder verhaltensauffälligen Tieren ist. Bitte wählt euch eines der Themen:

Thema 1: Befragt Experten und Betroffene wie Weidetierhalter,*innen, Jäger*innen, Naturschützer*innen, Behördenvertreter*innen oder auch Anwohner*innen etc., was ihrer Meinung nach die Konflikte sind und wo sie Lösungen sehen.

Thema 2: Recherchiert z.B. in Foren oder in öffentlichen Facebook-Gruppen zum Thema, wie die Situationen dort bewertet wird.
Wertet die Antworten/Beiträge aus und visualisiert die Konfliktfelder und Lösungsansätze auf einen Flipchart/Plakat/Packpapier oder ähnlichem. Dabei können euch Sketchnotes helfen. Hilfe dazu findet ihr unten in den Links. Seid kreativ!

Ladet ein Foto eurer Aufzeichnungen hoch.

 

 

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